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Das Wetter kann, vor allem im Sommer, auf den Bergen sehr schnell umschlagen! Auch wenn im Tal die Sonne scheint kann einem beim Gipfelkreuz ganz schön der Wind um die Ohren blasen oder ein Gewitter überraschen.Damit Sie viel Spaß beim Wandern haben finden Sie hier unsere Wandertipps die Ihnen bei der Durchführung und der Planung helfen sollen. Druckbereit zusammengefasst können Sie sich diese Tipps zum Wandern mitnehmen um Probleme dabei zu vermeiden.
 

Das Wetter kann, vor allem im Sommer, auf den Bergen sehr schnell umschlagen! Auch wenn im Tal die Sonne scheint kann einem beim Gipfelkreuz ganz schön der Wind um die Ohren

blasen oder ein Gewitter überraschen.Damit Sie viel Spaß beim Wandern haben finden Sie hier unsere Wandertipps die Ihnen bei der Durchführung und der Planung helfen sollen.

Druckbereit zusammengefasst können Sie sich diese Tipps zum Wandern mitnehmen um Probleme dabei zu vermeiden.

 
Richtiges Verhalten am Berg


Planen Sie Ihre Wanderungen sorgfältig um später Probleme zu vermeiden.
  • Erkundigen Sie sich vor jeder Tour über den aktuellen Wetterbericht und behalten Sie die Wetterentwicklung während der ganzen Tour im Auge. Die Hüttenwirte geben zusätzlich nützliche Infos über die lokale, kleinräumige Wettersituation.
  • Informationen zu Länge und Schwierigkeitsgrad sind unerlässlich für ein sicheres Bergerlebnis. Informieren Sie Ihre Angehörigen bzw. Ihren Gastgeber oder Hüttenwirt über Ihr Ausflugsziel.
  • Übernehmen Sie sich nicht und wählen Sie eine Tour die zu ihrer Kondition passt. Starten Sie frühmorgens und planen Sie immer eine Reservezeit ein, um vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück zu sein.
  • Wählen Sie ein gemäßigtes und regelmäßiges Gehtempo. Legen Sie genügend Pausen ein.
  • Nehmen Sie ausreichend zu trinken mit! Die am besten geeigneten Getränke sind Wasser, Natursäfte oder Tee. Als Proviant eignen sich nährstoffreiche Lebensmittel wie Brot, Obst, Nüsse, Müsliriegel u.ä.
  • Achten Sie auf die passende Ausrüstung, vor allem auf festes Schuhwerk: Richtige Wanderschuhe geben Halt und schonen die Gelenke.
  • Wählen Sie leichte und atmungsaktive Kleidung und entsprechende Reservewäsche. Vergessen Sie nie, Kälte- und Regenschutzkleidung in den Rucksack zu packen. Auch ein Erste-Hilfe-Set sollte nie fehlen und kann im Notfall sogar Leben Retten!
  • Behandeln Sie der Natur mit Respekt: Vermeiden Sie unnötigen Lärm, lassen Sie keine Abfälle liegen und schonen Sie die Vegetation.
  • Folgen Sie stets der Markierung und bleiben Sie auf den eingezeichneten Wegen und Steigen. Überprüfen Sie dies von Zeit zu Zeit anhand Ihrer Wanderkarte und kehren Sie im Zweifelsfall rechtzeitig um.
  • In ernsten Situationen, wenn das Wetter umschlägt, Nebel einfällt, der Weg zu schwierig wird oder in schlechtem Zustand ist, sollte man umkehren. Das ist keine Schande, sondern ein Zeichen der Vernunft!

Tritt ein Unfall ein sollte man Ruhe bewahren. Man kann sich selbst leicht helfen, wie z.B. durchs Handy, durch Rufen, durch Lichtzeichen oder durch Winken mit großen Kleidungsstücken und damit versuchen, Hilfe herbeizuholen. Einen Verletzten sollte man in der Regel am Unfallort belassen und darf aber niemals alleine gelassen werden.




Rucksack Checkliste

  • Allzweckmesser
  • Fernglas
  • Feuerzeug o. Streichholz
  • Digitalkamera
  • Gewebeband
  • Warme Kleidung
  • Regenbekleidung
  • Handschuhe, Haube
  • Höhenmesser, Karten, GPS, Kompass, Bussole
  • Mülltüten, Nähzeug
  • Schreibzeug u. Papier
  • Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel
  • Taschenlampe, Stirnlampe
  • Verbandspäckchen m. Hilfsmitteln
  • Verpflegung, Wasserflasche
  • Handy




Verhalten bei Schlechtwetter

Jeder Wanderer sollte sich den Gefahren denen er ausgesetzt ist bewusst sein. Egal ob zu heiß, oder zu kalt. Hier finden Sie ein paar Tipps wie Sie sich bei Gefahr verhalten sollten um schlimme Umfälle zu vermeiden.

Hitze und Kälte

Der Menschliche Körper ist nur in einem sehr geringen Temperaturbereich überlebensfähig. Körpertemperaturen unter 33°C und über 41°C können den Tod zur folge haben. Der Körper versucht sich ständig ein Wärmegleichgewicht zwischen abgegebener und erzeugter Wärmemenge zu halten, damit die Optimale Temperatur von 36-37°C erhalten bleibt.

Kälte

Bei zu geringen Körpertemperatur erzeugt der Körper Wärme und verringert weiteren Wärmeverlust durch Zittern, Gänsehaut, Kreislaufzentralisation.
Entscheidend für das Auftreten eines Kälteschadens sind zum einen der Wärmeverlust des Körpers im gesamten, der zu einem Absinken der Körperkerntemperatur und damit zu einer allgemeinen Unterkühlung führt, und zum anderen der isolierte Wärmeverlust an einer ausgekühlten Körperoberfläche, wobei es dann zu örtlichen Kälteschäden kommen kann.

Hitze

Bei zu hoher Körpertemperatur macht der Körper die Gefäße weit auf und produziert dadurch mehr Schweiß. Verdunstet dieser auf der Hautoberfläche, kühlt das die Haut und hilft, die Körpertemperatur trotz großer Hitze konstant zu halten. Unter extremen Bedingungen kann dieses Kühlsystem jedoch überlastet sein und es kommt zu gesundheitlichen Problemen.


Sowohl die Wärmeerzeugung, als auch die Kühlung sind nur in einem geringen Rahmen möglich. Verliert der Körper mehr Wärme als er erzeugen kann, so erfriert der Mensch. Kann er nicht genug Wärme abführen um ein Überhitzen zu vermeiden so wird er kollabieren (hohes Fieber, Hitzeschlag).

Warnzeichen eines Hitzeschlages sind

  • stark erhöhte Körpertemperatur
  • heiße, trockene, rote Haut
  • Kopfschmerz & Schwindel
  • Erbrechen
  • beschleunigte Atmung
  • beschleunigter Herzschlag
  • Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle

Schutz vor Hitze

  • Sonnenschutz, Kopfbedekung
  • Regelmäßig trinken
  • Körperaktivität verringern
  • Kleidung versuchen feucht halten
  • bei Lufttemperaturen über ca. 40°C Windschutz

Schutz vor Kälte

  • Schweiß und nasse Kleidung vermeiden
  • Versuchen Feuer zu machen um etwas Wärme zu erzeugen
  • Unterschlupf (Windschutz, Regenschutz)
  • Wenn möglich heißes Getränk oder Suppe zu sich nehmen
  • der Kälte wenig Angriffsfläche bieten (in Gruppen zusammenkauern)
  • gegenseitig wärmen, bewegen, motivieren, kontrollieren
  • bei Erschöpfung, Unterkühlung nicht schlafen!



Blitzschlag

Jeder, der schon einmal ein Berggewitter miterlebt hat weiß, warum Blitzschutz kein nebensächliches Thema ist.

Blitze können auf drei Arten gefährlich werden:

  • direkter Blitzschlag (Verbrennungen, Stromschlag
  • Erdströme durch nahe gelegenen Blitzeinschlag (Stromschlag durch "Schrittspannung")
  • indirekt durch von Blitzen ausgelöste Brände

Vermeiden von direkten "Treffern":

  • weg von exponierten Stellen (Kuppen, Grate, allein stehende Bäume, Masten jeglicher Art)
  • Auf ebenem Gelände möglichst klein machen
  • In Gebäuden, Autos: Fenster und Türen schließen, weg von Eingängen, Fenstern, Elektrogeräten, Telefon und Funkgeräten!
  • in Höhlen und Überhängen: Weg vom Eingang und Seitenwänden! Gefahr von Steinschlag, Erdrutsch beachten.
  • runter von Seen, Flüssen
  • Metallgegenstände ablegen (Regenschirm, Eispickel, Waffen, Skistöcke...)
  • Versuchen Sie trocken bleiben

Stromschlag durch "Schrittspannung"

Wenn Blitze einschlagen fließt der Strom durch den Boden. Bei trockenem Boden leitet der Körper besser als der Boden. Da sich Strom immer den "einfachsten" Weg sucht wird er in diesem Fall durch den Körper gehen und kann tödlich sein. Durch dass schließen der Beine können Sie dies Vermeiden (nur ein Kontakt zum Boden) und durch gut isolierenden Untergrund.




Verhalten am Alpinnotruf 140

Zögern Sie nicht den ALPINNOTRUF zu benutzen, im Notfall zählt jede Minute!
Sie erreichen den Alpinnotruf aus ganz Österreich rund um die Uhr Vorwahlfrei unter 140!

Wenn Sie den Alpinnotruf wählen, ist die wichtigste Frage, WO Sie sich befinden. Dazu kann es erforderlich sein eine Reihe von Fragen zu stellen:

  • Ausgangsort
  • Berg bzw. nächste Hütte
  • Tourenname
  • Pistenname (Nummer)
  • Seehöhe
  • Wie lange sind Sie schon unterwegs sind

Im Idealfall übermitteln Sie uns die GPS Koordinaten Ihrer Position (Format WGS 84,UTM/UPS).

Eine weitere Fragengruppe gilt den Witterungsbedingungen im Einsatzgebiet (Bewölkung, Windstärke, Sichtweite...)

Erst jetzt folgt die Ermittlung des Zustandes des Verletzten/Erkrankten. Die Mitarbeiter werden dies sehr genau ermitteln und Ihnen dazu zahlreiche Fragen stellen um festzustellen, welche Hilfe der Patient benötigt. Beantworten Sie alle Fragen so genau als möglich und bleiben Sie dabei ruhig!

Auch wenn das Gespräch länger dauert, es kommt zu keiner Verzögerung, da bereits während des Gespräches die notwendigen Mittel alarmiert werden.

Legen Sie erst auf, wenn es Ihnen der Disponent sagt!
Falls notwendig, bleiben wir auch über längere Zeit mit Ihnen telefonisch in Verbindung.
Wann immer möglich und sinnvoll, geben Ihnen unsere Disponenten Hinweise, wie Sie dem Patienten bis zum Eintreffen der Bergrettung helfen können! Die laufende Verbindung zu Ihnen ist für den Erfolg des Rettungseinsatzes besonders wichtig.

Lassen Sie Ihr Mobiltelefon eingeschaltet!
Rufen Sie niemanden an, damit Sie für die Leitstelle und den Einsatzleiter der Bergrettung jederzeit erreichbar sind! Bleiben Sie an einem Platz wo Sie Verbindung zum Mobiltelefonnetz haben! Achten Sie auf die Kapazität Ihres Akkus. Wenn mehrere Mobiltelefone zur Verfügung stehen, übermitteln Sie alle Nummern an die Leitstelle, sparen Sie mit der Akkukapazität – lassen Sie nur ein Telefon in Betrieb!

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